Ein melancholischer Husar aus Saarbrücken und anderes

Seit 2017 ist literaturland-saar online, und immer noch gibt es Autorinnen und Autoren zu entdecken, die einen Bezug zum Saarland haben. Neuerdings sind auch zwei nicht unbedeutende Autoren aus England und aus Frankreich hinzugekommen, in deren Werk die Saarregion Spuren hinterlassen hat. Die eine oder andere Entdeckung geht auf einen Tipp unserer Nutzer zurück. Wenn Sie einen Tipp haben – bitte schreiben Sie uns.

Wussten Sie, dass Thomas Hardy, einer der wichtigsten Schriftsteller des viktorianischen England, eine Erzählung über einen melancholischen Husaren aus Saarbrücken geschrieben hat? Und Gabriel Chevallier war nicht nur Verfasser der international erfolgreichen Provinzposse „Clochemerle“, sondern er hat auch einen erschütternden Anti-Kriegs-Roman geschrieben – in dem auch die Saarbrücker Frauen vorkommen. Zum ersten Mal veröffentlicht wurde kürzlich das Reisetagebuch des aus Reimsbach stammenden Missionars Josef Puhl, der 1938 mit dem Schiff an seinen Einsatzort in Argentinien gefahren ist.

Aber über diesen historischen Funden vergessen wir natürlich nicht die Zeitgenossen, die saarländische Wurzeln haben, auch wenn sie zum Teil anderswo leben und publizieren, wie z.B. Norbert Rojan oder Klaus Spieldenner. Ein ganz besonderer Fall ist die gebürtige Saarbrückerin Anne-Marie Stöhr, die zunächst im Ausland als Künstlerin gewirkt hat, bevor sie in ihre Geburtsstadt zurückgekehrt ist und jetzt ihr erstes literarisches Werk veröffentlicht hat.

Nicht in erster Linie als Schriftsteller bekannt, aber doch als Autor hervorgetreten ist der Ostafrika-Militär Paul von Lettow-Vorbeck (1870-1964), mit dessen Andenken sich seine Heimatstadt Saarlouis so schwertut, ganz im Gegensatz zum Umgang mit dem anderen Saarlouiser Militär, dem napoleonischen General Michel Ney.