Marion Demme-Zech

geb. am 28. Okt. 1972 in Reimsbach (Ortsteil von Beckingen)

Foto: Marc Demme

Foto: Marc Demme

Marion Demme-Zech ist eine Autorin, die sich mit ihren Kriminalromanen und Sachbüchern aufs Saarland konzentriert.

Die Autorin ist ausgebildete Erzieherin und studierte Erziehungswissenschaft an der Universität in Trier.  Als Autorin startet sie mit ersten  Veröffentlichungen in Form von pädagogischen Beiträgen für den KIGA-Fachverlag und den Herder Verlag im Jahr 1999. Ab da beginnt der Weg „Von der Erzieherin zur literarischen Serientäterin“, wie es Margit Stark in der Saarbrücker Zeitung formuliert. Es folgen literarische Projekte, Kurzgeschichten in Anthologien und Platzierungen bei Literaturwettbewerben wie dem Odenwaldkreiskrimi oder dem NordMordAward. 

2020 ist ein entscheidendes Jahr für die Autorin, sie ist auf einen Schlag mit drei Titeln auf dem Buchmarkt präsent. Im badischen Gmeiner Verlag erscheint ihr Kriminalroman „Ahrtrüffel“ (Co-Autor Frank Krajewski). Gleichzeitig beginnt sie, sich auf Themen mit Saarland-Bezug zu verlegen: Ebenfalls noch 2020 veröffentlicht sie in der „Glücksorte“-Reihe des Droste Verlag (Düsseldorf) einen Band übers Saarland. Und bei dem Krimi „Letzter Ausstieg Saar“ verrät schon der Titel den regionalen Bezug, ebenso wie bei der Kurzkrimi-Sammlung „Mörderisches aus dem Saarland“ (2021). Im gleichen Jahr erscheint in der Quiz-Reihe des Düsseldorfer Grupello-Verlags in der Droste-Verlagsgruppe ihr „Saarland Quiz“.

Marion Demme-Zech stammt aus Reimsbach im Landkreis Merzig-Wadern, sie lebt mit Tochter und Mann in Siersburg im Landkreis Saarlouis. Sie findet, dass das kleine Saarland durchaus große Themen bietet und sieht jedes ihrer Werke, egal in welchem Genre, auch als Liebeserklärung an ihre Heimat. 

80 „Glücksorte“ hat die Autorin im Saarland entdeckt, darunter so unterschiedliche Stätten wie der brennende Berg in Sulzbach, der Garten der Sinne in Merzig, die Damentoilette auf Schloss Halberg und der Itzenplitzer Weiher in Heiligenwald. 

Die Handlung ihres Krimis „Letzter Ausstieg Saar“ führt die Protagonisten durchs halbe Saarland, von Mettlach über Tholey und den Schaumberg bis in den Warndt, nach Besseringen, Illingen und Saarlouis. Als Personal treten unter anderem auf: eine frühverrentete Ethnologin, die sich als Detektivin betätigt, eine selber beratungsbedürftige Psychotherapeutin und ein Dackel, der nicht nur den menschlichen Namen Günther trägt, sondern auch übertierische Fähigkeiten besitzt. Ulli Wagner urteilt auf SR 3 Saarlandwelle: „Marion Demme-Zech verknüpft die Schönheiten des Landes mit einer rührenden Geschichte über Freundschaft und Vertrauen, Ängste und Chancen. Die Figuren kommen mitten aus dem Leben, auch die, die rasch im Jenseits landen. Und Günther schießt den Vogel ab, vor allem, wenn er unserer Unzulänglichkeiten aus seiner Dackel-Sicht beschreibt.“

In den Kurzkrimis von „Mörderisches aus dem Saarland“ greift die Autorin teilweise auf das Personal ihres ersten Krimis zurück. Anne Strauch auf SR 3: „Die dreizehn Kurzgeschichten sind wie kleine Häppchen unterhaltsam zu lesen. Der Plot ist spannend, humorvoll und dabei niemals zu grausam. (…) Großes Zusatzplus: Das Buch inspiriert zu Ausflügen in die Region, denn die Krimis spielen an touristischen Zielen im Saarland.“ (RP)